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Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung
Qualitätsoffensive Lehrerbildung
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Gesamtprojektleitung
Prof. Dr. Iris Winkler
Vizepräsidentin für Studium und Lehre

Qualitätsoffensive Lehrerbildung: Das Projekt ProfJL

Aktuell
„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern fördert die Universität Jena in der zweiten Projektphase erneut mit ca. 3,5 Mio. Euro

Hohe Qualität der Jenaer Lehrerbildung

Jena (26.02.2018) Die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) wird auch in der zweiten Runde des Wettbewerbs „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ des Bundes und der Länder gefördert. Die Fortführung des Projekts „Professionalisierung von Anfang an im Jenaer Modell der Lehrerbildung“ (ProfJL) wird von 2019 bis 2023 mit ca. 3,5 Mio. Euro unterstützt.

„Wir freuen uns sehr über diese erneute Bewilligung, sie ist ein deutliches Signal für die Qualität der Lehrerbildung an der Universität Jena“, sagt Prof. Dr. Iris Winkler, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der FSU. „Die zweite Förderphase werden wir nutzen, um die Lehrerbildung in Jena als eine wissenschaftlich fundierte und gesellschaftlich verantwortungsvolle Kooperationsaufgabe kontinuierlich weiterzuentwickeln.“

Unter dem Leitmotiv „Vernetzt. Verantwortlich. Forschungsbasiert.“ sind die transdisziplinäre Ausrichtung und geteilte Verantwortlichkeiten von Fachdidaktiken und Erziehungswissenschaften zentral für das Jenaer Projekt. „Auf diese Weise möchten wir die Lehrerbildung an der Uni Jena optimieren und über den Standort hinaus profilieren“, erklärt Fachdidaktikerin Winkler. Vor allem die gezielte Nachwuchsförderung durch ein Forschungs- und Doktorandenkolleg, die Integration von Inklusion als Querschnittaufgabe in alle Teilprojekte, die Einbindung von Demokratiebildung in die Lehramtsstudiengänge und die Vernetzung mit inner- und außeruniversitären Bildungseinrichtungen und -partnern sollen die zweite Förderphase des Jenaer Projekts kennzeichnen.

Ein Nachhaltigkeitskonzept soll die Innovationen über das Ende der Projektlaufzeit im Jahr 2023 sicherstellen. Parallel zum nun bewilligten Projekt wird deshalb auch die strategische Entwicklung des Konzepts „Lehrerbildung 2030“ an der Universität Jena angestoßen.

Mit der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung" unterstreichen Bund und Länder die herausragende Bedeutung von Lehrerinnen und Lehrern für den Erfolg des Bildungssystems. Gefördert werden u. a. Modelle einer praxisorientierten Ausbildung unter Einbezug der Schulwirklichkeit. Jena konnte sich diesbezüglich bereits seit 2007 durch ein frühes Praxissemester im zweiten oder dritten Studienjahr profilieren.

Kontakt:
Prof. Dr. Iris Winkler
Vizepräsidentin für Lehre und Struktur der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 931020
E-Mail:

 
Mit dem Projekt „ProfJL – Professionalisierung von Anfang an im Jenaer Modell der Lehrerbildung“ soll im Rahmen der bundesweiten "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" (QLb) die Lehramtsausbildung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena reformiert und nachhaltig verbessert werden.Campus

Durch die 2013 von Bund und Ländern beschlossene QLb werden vorrangig Projekte gefördert, die eine stärkere Zusammenarbeit von Fachwissenschaften, Fachdidaktiken sowie Bildungs- und Erziehungswissenschaften sicherstellen und die drei Ausbildungszeiten – Lehramtsstudium, Referendariat und Weiterbildung im Beruf – eng miteinander verzahnen. Der Bund stellt dafür bis zum Jahr 2023 insgesamt bis zu 500 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena verfolgt mit der QLb zwei wesentliche Ziele: (1) die nachhaltige Profilierung des Jenaer Modells der Lehrerbildung sowie (2) die Öffnung des Modells für neue bildungspolitische Entwicklungen. Das aus einer datengestützten Stärken-Schwächen-Analyse hervorgegangene Gesamtkonzept umfasst drei Themenfelder, die auf die förderpolitischen Ziele der QLb abgestimmt sind: (a) Wissen und Können: Grenzüberschreitende Lernumgebungen (Boundary Crossings), (b) Internationalisierung und (c) Umgang mit Heterogenität/Inklusion. Diese drei Themenfelder werden von insgesamt acht Entwicklungsvorhaben („Teilprojekten“) differenziell bearbeitet. Die Leiter*innen der Teilprojekte verantworten gemeinsam mit der Vizepräsidentin für Studium und Lehre das Gesamtkonzept sowie dessen Ziel(um)setzung. Die fakultätsübergreifenden, aufeinander abgestimmten Entwicklungsvorhaben werden durch ein Forschungs- und Doktorandenkolleg (Netz1) wissenschaftlich und durch eine Prozesssteuerung/Implementation (Netz 2) infrastrukturell unterstützt und begleitet.

Übergeordnetes Ziel des Gesamtvorhabens ist die Stärkung einer reflexiven Lehrerbildungskultur von Anfang an. Sie soll Lehramtsnoviz*innen befähigen, aufgrund ihres Wissens und Könnens professionell zu handeln, und eine Haltung fördern, sich im Beruf stetig fort- und weiterzubilden.


ProfJL ist ein Projekt der gesamten Friedrich-Schiller-Universität Jena und wird vom Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZLB) verantwortet.

ProfJL wird im Rahmen der gemeinsamen "Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert.

Nähere Informationen zur "Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ können Sie den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie den Seiten des Projektträgers im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entnehmen.